Roman Matys, Präsident des International Investment Office, nahm auch in diesem Jahr am Wirtschaftsforum im polnischen Karpacz (Forum Ekonomiczne) teil, einer der größten Wirtschaftsveranstaltungen in diesem Teil Europas. Er sprach auf dem Panel „Wie können Kommunen Investitionen planen?“.
Moderiert wurde die Diskussion von Beata Matyjaszczyk, Juristin, Expertin für die Zusammenarbeit von Kommunen und Nichtregierungsorganisationen und Ko-Vorsitzende des Danziger Rates für gemeinnützige Tätigkeit. Neben Roman Matys sprachen Michał Pabich, Vizepräsident der Regionalen Entwicklungsagentur Łódź und Vorsitzender des Stadtrats von Sieradz; Rafał Solecki, Leiter für Strategie und EU-Fonds der Stadt Krakau; Krzysztof Wolny, stellvertretender Bürgermeister von Szamotuły; und Piotr Grubek, Geschäftsführer der kommunalen Investitionsgesellschaft in Marki.

Die größte Stärke des Panels sah Roman Matys in seiner Besetzung: Eine Großstadt, eine regionale Entwicklungsagentur, eine kleine Gemeinde und eine kommunale Investitionsgesellschaft saßen an einem Tisch. Jede Seite blickte aus ihrer eigenen Perspektive auf dasselbe Problem: wie man Investitionen systematisch plant, wenn es immer mehr notwendige Projekte als Geld gibt. Es ging um Strategieentwicklung, EU-Fördermittel, die Arbeit kommunaler Investitionsgesellschaften und regionaler Agenturen sowie um die Zusammenarbeit von Verwaltung, Wirtschaft und Zivilgesellschaft.
In seinem Beitrag konzentrierte sich Roman Matys auf fünf Fragen:
- nach welchem Kriterium man Projekte auswählt, wenn das Budget nur für ein Drittel reicht;
- warum soziale Investitionen als wirtschaftliche Entscheidungen gerechnet werden sollten;
- was von der Methodik der Investitionsplanung den Krieg überstanden hat und was neu geschrieben werden musste;
- vor welcher Wahl Berggemeinden heute stehen;
- warum Energieresilienz zur Basisinfrastruktur geworden ist.
Von 2016 bis 2021 leitete Roman Matys die Abteilung für Investitionspolitik der Gebietsverwaltung Lwiw. Die Strategie „Region Lwiw — Fabrik Europas“, die er mit seinem Team umsetzte, half, fast 1 Milliarde US-Dollar an ausländischen Direktinvestitionen anzuziehen und rund 75.000 Arbeitsplätze zu schaffen. Seit 2016 veranstaltet er in Lwiw das International Economic Forum.

Roman Matys dankte den Veranstaltern für die Einladung und für die Möglichkeit, über die ukrainische Erfahrung in einem Kreis zu sprechen, in dem man wirklich zuhört.
