„Alles, was auf diesem Planeten entsteht, wird von Menschen, mit Hilfe von Menschen und für Menschen geschaffen. Ob es um Projekte oder Investitionen, um Wirtschaft oder Soziales geht, früher oder später kommt man auf das Humankapital: auf diejenigen, die Produkte herstellen und Dienstleistungen für die erbringen, die sie brauchen“, sagte Roman Matys auf dem 10. Internationalen Wirtschaftsforum.
Gemeinsam mit Vertretern der Personalbranche (Guala Closures DGS Poland, Worker Service, Profit Group, Ekspert) analysierte Roman Matys die Lage auf dem Arbeitsmarkt, um wesentliche Veränderungen zu erkennen.
Die Sichtweisen unterschieden sich je nach Branche, doch zwei zentrale Erkenntnisse ließen sich festhalten.
Ein Arbeitnehmermarkt
Allgemein betrachtet und ohne auf Branchenbesonderheiten einzugehen, herrscht heute ein Arbeitnehmermarkt, kein Arbeitgebermarkt. Das bedeutet mehr Aufwand für Unternehmen und ihre Personalabteilungen, ist insgesamt aber ein gutes Zeichen: Unternehmen stellen den Menschen immer stärker in den Mittelpunkt. Der Grundsatz „Niemand ist unersetzlich“, den Manager der alten postsowjetischen Schule so gern bemühten, verliert an Bedeutung. Gut ausgebildete, qualifizierte Mitarbeitende waren die Anforderung von gestern; heute sollen sie ihre Arbeit und ihr Unternehmen auch mögen. Die Arbeitgebermarke ist wichtiger denn je, und dieser Trend erreicht nach den Konzernen auch kleine und sogar Kleinstunternehmen.
Künstliche Intelligenz und Soft Skills
An der künstlichen Intelligenz und ihrem Einfluss auf den Arbeitsmarkt kam die Runde nicht vorbei. Auch hier hängt viel von der Branche ab, denn KI wird jede anders verändern. Zum Abschluss formulierte Roman Matys eine These, der alle Teilnehmenden zustimmten: Unabhängig von der Branche wird KI insgesamt die Nachfrage nach Fachkräften mit ausgeprägten Soft Skills erhöhen.
Denn je mehr Technologie die Welt prägt, desto wertvoller wird die menschliche Fähigkeit zu fühlen, Empathie zu zeigen und der Intuition zu folgen. Das kann Technologie nicht. Zumindest noch nicht.






