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Roman Matys: Warum staatliche Förderung des Unternehmertums wichtig ist

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Auf dem 15. Europäischen Wirtschaftsforum in Łódź (XV Europejskie Forum Gospodarcze – Łódzkie 2022) suchte Roman Matys mit weiteren Referenten unter anderem eine Antwort auf die Frage: Warum ist die Förderung des Unternehmertums durch regionale und kommunale Verwaltungen wichtig?

Tatsächlich ist Unternehmertum kein Allheilmittel für Wirtschaftswachstum. Man muss klären, welche Art von Unternehmertum für die Verwaltung relevant ist und in welcher Phase.

Roman Matys auf dem Europäischen Wirtschaftsforum – Łódzkie 2022
Roman Matys auf dem 15. Europäischen Wirtschaftsforum – Łódzkie 2022

Deutschland etwa unterscheidet drei grobe Typen: gewöhnliches Unternehmertum, innovatives Unternehmertum und Gründungen aus der Not. Letztere sind in keinem Land erwünscht, denn sie bedeuten, dass Menschen mangels anderer Einkommensquellen ein Geschäft betreiben. Solche Unternehmen unterbieten oft die Preise, verdienen zu wenig und zwingen ihre Inhaber, nach weiteren Einnahmen zu suchen.

Ganz vermeiden lässt sich dieser Typ nicht, wichtig ist aber, ihn zu einer kurzen Übergangsphase zu machen und Unternehmern den Weg zu gewöhnlichem oder innovativem Geschäft zu ebnen. Das gelingt durch die Zusammenarbeit aller Institutionen der Unternehmensförderung: staatlicher, kommunaler und Geberorganisationen. Förderung sollte Zugang zu Finanzinstrumenten bedeuten (günstige, langfristige Kredite, Kofinanzierung von Projekten, staatliche Innovationsförderung), Weiterbildung für Unternehmer, Projekte zur Vernetzung untereinander, vereinfachte Besteuerung und so weiter.

Auf die Frage „Warum ist die Förderung des Unternehmertums wichtig?“ antworte ich: Weil die meisten Unternehmen, selbst große internationale Konzerne, die Zehntausende Menschen beschäftigen, Zehntausende Familien ernähren und erhebliche Steuern zahlen, einmal kleine Firmen mit großen Ambitionen waren.